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Artificial Intelligence im Marketing – Wieviel Mensch braucht es noch?

Wenn wir darüber nachdenken Artificial Intelligence für Marketingaktivitäten einzusetzen, kommen wir schnell zur Frage, was kann die KI (Künstliche Intelligenz) bereits alles alleine und wozu wird der Mensch noch benötigt. Oder anders gefragt, verlieren alle Marketing-Assistenten ihren Job, sobald ihr Chef AI gesteuerte Tools und Helfer für das Marketing einsetzt?

Zuerst einmal kann ich alle Marketing-Mitarbeitende beruhigen: Wenn wir uns heute anschauen, wo im Marketing künstliche Intelligenz schon eingesetzt wird und was konkret mit den neuesten Tools möglich ist, dann sehen wir ganz schnell, dass der Mensch so schnell nicht komplett ersetzt werden kann.

Bei der Analyse der zum Einsatz kommenden Tools können wir zwischen zwei Arten unterscheiden:

 

1. Artificial Intelligence zur Unterstützung des Marketing Teams

AI gestützten Tools bieten uns Gelegenheiten für Massnahmen, die ohne künstliche Intelligenz gar nicht möglich wären. Diese Arten von Tools können also gar nicht als “Konkurrenz” zum Menschen gesehen werden, sondern eher als Ergänzung zum menschlichen Mitarbeitenden. Sie helfen uns nämlich unsere Arbeit noch besser zu machen und das Marketing präziser und effizienter an die jeweilige Zielgruppe anzupassen.

Ein Beispiel ist hier evergage. Mit evergage lässt sich in Echtzeit herausfinden, wann ein User kurz davor ist die Website zu verlassen. Zusätzlich findet das Tool heraus wofür sich der User interessiert und kann ihm hierzu passenden Content bieten, der das Verlassen der Website verhindern soll. Für einzelne Marketing Manager wäre es viel zu umständlich dies von jedem Website Besucher in Echtzeit herauszufinden und auch noch passend darauf zu reagieren. Das AI gesteuerte Tool ermöglicht hier also völlig neue Marketing Massnahmen.
Doch bei genauem Überlegen wird schnell deutlich, dass evergage ohne die Unterstützung von Menschen gar nicht funktionieren würde. Es braucht immer Mitarbeitende, die das Tool einrichten, testen und überprüfen. Beim Einrichten werden zunächst wichtige Regeln definiert, die besagen, wann das Tool welche Aktion ausführen soll. Dies kann zum Beispiel bedeuten, dass ein Website-Besucher, der sich auf der Seite eines Autoherstellers für Autos ab einer definierten Preisklasse interessiert, kurz vor dem Verlassen der Website, eine gesonderte Kondition für die Ratenzahlung gezeigt bekommt.

 

2. Artificial Intelligence Tools, die den Menschen ersetzen

Bei der zweiten Art von AI basierten Tools wird die AI dazu eingesetzt, um einzelne Aufgaben, die sonst vom Menschen erledigt werden, nun mittels eines Algorithmus bzw. einer intelligenten Software abzuwickeln. Das heisst, hier werden einzelne Aufgaben, für die ursprünglich Marketing Assistenten benötigt wurden, nun von künstlicher Intelligenz erledigt und die Menschen können sich mit wichtigeren Aufgaben befassen.

Dies zeigt sich beispielsweise bei dem Tool SocialzierHub. Das Tool hilft mittels eines Algorithmus die Reichweite und die Zahl der Follower in den Social Media zu steigern. Hierzu werden automatisch zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Inhalte auf der richtigen Plattform veröffentlicht, sodass die definierte Zielgruppe diese dann im richtigen Moment liest und idealerweise mit dem Content interagiert. Bislang mussten Posts immer noch von Menschen konzipiert und ausgelöst werden, nun kann dies von einer intelligenten Software übernommen werden.
Zwar gilt auch hier, wie im obigen Beispiel, dass die Software von einem Menschen bedient werden muss, aber vielmehr können die Massnahmen, die diese Software durchführt auch klassisch von Marketing Assistenten durchgeführt werden.

Ein weiteres Beispiel stellen AI-basierte Chatbots sogenannte intelligente Assistenten dar. Die Einsatzfelder von Chatbots im Business sind sehr breit gefächert. Im Bereich Marketing übernehmen Bots oft die Aufgabe der Leadgenerierung bzw. Leadidentifikation oder das Cross- und Up-Selling. Dank der intelligenten Software haben Kunden rund um die Uhr die Möglichkeit mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten. Gleichzeitig kann auch das Unternehmen zu jeder Zeit mit dem User in Kontakt treten. Früher mussten Menschen an einem Livechat sitzen und die zum Teil sehr einfachen Fragen der User beantworten und sie dann auch noch zu einer Conversion motivieren. Heute können einfache Fragen problemlos von Bots beantwortet werden und in vielen Fällen können Chatbots die User sogar zu einer Conversion motivieren. Gemeint ist hier zum Beispiel die Anmeldung für einen Newsletter, das Hinterlassen der Kontaktdaten oder sogar der Kauf von einem Produkt.
Alle diese Tätigkeiten können zwar von Menschen übernommen werden, erfordern aber sehr viele Ressourcen. Weiter sind Menschen oft gelangweilt, wenn sie den Usern immer wieder die gleichen Antworten geben müssen. Chatbots sind nie gelangweilt!

 

Wer leistet die qualitativ bessere Arbeit?

Nun stellen wir uns die Frage nach der Qualität. Ein Mensch oder eine Software? Die Software handelt immer basierend auf einem Algorithmus, also auf fixen Regeln. Diese werden zwar mittels Machine Learning regelmässig verbessert und optimiert, um den menschlichen Entscheidungen immer mehr zu ähneln. Aber bislang ist die Forschung noch nicht so weit, dass die Software persönliche Gefühle und Emotionen integriert. Maschinen werden auch nicht müde, sondern liefern ohne Schlafpausen immer die gleiche Qualität. Diese Tatsache führt mich zur Aussage, dass, wenn die Marketing Aktivitäten durch “einfache” regelbasierte Events definiert werden können, künstliche Assistenten meist die bessere Wahl sind. Sie bieten eine konstante und langanhaltende Qualität. Geht es jedoch um persönliche Beziehungen oder sind die Aktivitäten an einzelne Menschen gebunden, wie zum Beispiel eine persönliche Empfehlung durch einen Kundenberater, dann bringen Menschen immer noch die bessere Qualität.

 

Was erwartet Marketing-Teams in der Zukunft?

Bis der Mensch komplett von einer intelligenten Software ersetzt werden kann und die Marketingaktivitäten eines Unternehmens nur noch mit AI (Artificial Intelligence) durchgeführt werden, dauert es sicher noch einige Zeit. Und bis dahin lässt sich der Mensch nicht ersetzen, sondern wirkt sogar noch unterstützend und als gutes Vorbild, wenn es um die Entwicklung neuer intelligenter Marketingtools geht.

 

Für alle, die mehr zu diesem Thema erfahren möchten, findet am 27. März die erste AI in Marketing Conference in Zürich statt. www.ai-zuerich.ch

Conversational Commerce – Verkaufen mit Chatbots

Verkaufen via Chatbot oder anders ausgedrückt verkaufen mit Hilfe eines digitalen Assistenten?

Immer mehr Unternehmen implementieren Bots auf ihrer Website oder im Facebook Messenger. Gemeint sind dabei Chatfenster und Messaging Apps, bei denen keine reale Person mehr die User Anfragen beantwortet und in eine gezielte Richtung leitet, sondern eine intelligente Software diese Aufgaben übernimmt.

Beim Conversational Commerce geht es noch einen Schritt weiter, die intelligenten digitalen Assistenten beantworten nicht nur einfach Kundenanfrage, sondern sie können dem Kunden auch direkt etwas verkaufen und der Verkaufs- bzw. Bezahlprozess wird direkt im Chat abgewickelt.

 

Wie kommt es zu dieser Entwicklung?

Ich würde sagen man kann diese Fragen von zwei Seiten aus betrachten. Auf der einen Seite steht die Technologie und die Anbieter, die immer neue Technologien und Methoden einsetzen, die es überhaupt erst möglich machen, ein Gespräch mittels einer Software zu steuern und im Idealfall sogar darüber verkaufen.

Auf der anderen Seite stehen aber natürlich auch die User, die immer mehr an das Chatten gewöhnt sind. Einige Usergruppen haben sogar die klassische Phase der Websites und Online Shops übersprungen und sind vom klassischen Telefon direkt zum Chat-Interface gegangen. Einer der Gründe für diese Entwicklungen ist sicherlich der Messenger Dienst WhatsApp, der nahezu jeden Smartphone Nutzer mit dem Chat-Interface vertraut gemacht hat. Mit anderen Worte die Art via Chat zu kommunizieren ist für fast alle Menschen mittlerweile so normal geworden, wie es vor 20 Jahren noch das klassische Telefon war.

 

3 Beispiele von Conversational Commerce

 

Lead-Generation und Conversion Generierung bei einer Website mit Abo-Angebot

User kommen auf die Website mit den klassischen drei unterschiedlichen Abo-Angeboten und Preisen. Sie lesen die Benefits der einzelnen Abos, doch trotzdem können sie sich nicht so schnell entscheiden. Entweder sind die einzelnen Features der unterschiedlichen Abos nicht klar ersichtlich, der User versteht die Unterscheide zwischen den Abos nicht, der User weiss nicht, welches Abo zu seiner Zielgruppe passt oder der User hat weitere Fragen, die über die klassischen Abobeschreibungen hinaus gehen. Beispielsweise Fragen zum Produkt oder Fragen zur Kündigung des Abos.

In diesem Fall bietet sich ein Chatbot auf der Website an. Der Chatbot öffnet sich, sobald er merkt, dass ein User unentschlossen ist. Er fragt ihn also, wie er helfen kann und gibt im Idealfall gleich 2-3 Themen vor. Durch gezielte Fragestellungen des Bots findet die Software schnell heraus, welches das passende Abo für den User ist und kann ihm dies auch ausreichend erklären. Dank hinterlegten Datenbanken und einer NLP (Natural Language Processing) Komponente kann der Bot die Anfragen des Users aufnehmen und seine Absichten daraus ableiten.

Der User versteht, warum er das entsprechende Abo kaufen soll und bestellt es im Idealfall direkt über den Chatbot.

 

Identifizierung von Leads im B2B Bereich

Gerade im B2B Bereich können unbrauchbare Leads zu unnötigen Kosten führen. Die teuren Key Account Manager gehen davon aus, das es sich bei der Anfrage um eine begründete Kundenanfrage handelt, bereiten sich umfangreich auf das erste Telefonat vor und stellen dann fest, dass der potentielle Kunde gar nicht die nötigen Voraussetzungen erfüllt um als Kunde in Frage zu kommen. Durch den Einsatz von Chatbots können neue Leads zunächst überprüft werden und erst wenn der Bot einen Lead als wertvoll einschätzt wird er an einen Account Manager weiter gegeben. Die Zürcher Software Firma IBV Solutions setzt beispielsweise für die Website Ihrer App CollaBoard einen digitalen Assistenten zur Lead-Qualifizierung ein (www.collaboard.app)

 

Verkaufen via Facebook Messenger

Viele Unternehmen haben Mühen ihre Zielgruppe auf die eigene Website bzw. in den Online Shop zu bekommen. Sie schalten Anzeigen auf allen Plattformen, doch die Conversion Rate bleibt gering. Warum soll man die potentiellen Kunden unbedingt an einen neuen Kanal gewöhnen, wenn doch auch alles bereits im Facebook Messenger möglich ist. User können direkt über eine Facebook Ad oder via die Facebook Seite des jeweiligen Unternehmens mit dem Bot des Anbieters kommunizieren und der Anbieter kann die Kunden direkt im Facebook Messenger (via Smartphone oder Desktop) beraten und ihnen die passenden Produkte verkaufen.

H&M hat dies eine zeitlang sehr erfolgreich gemacht. Der Modeanbieter hat seinen Usern unterschiedliche Produktbilder mit verschiedenen Styles gezeigt und so den individuellen Geschmack des Kunden herausgefunden. Anschliessend kann der Bot seinem User die passenden Kleidungsstücke, die zu seiner Anfrage passen vorschlagen und sogar direkt verkaufen und den Bezahlprozess abwickeln.

 

Wenn Sie dieses Thema interessiert hat, dann lassen Sie mich das gern wissen und ich schreibe noch mehr dazu.

Es gibt unzählige weitere Use Cases von Conversational Commerce.

Weiter ist es natürlich noch interessant, was Unternehmen bzw. Anbieter beachten müssen, wenn sie einen Conversational Commerce Assistent einführen wollen? Und welche Tools und Anleitungen dazu empfehlenswert sind.

Also, lassen Sie mich wissen, ob Sie mehr zu diesem Thema wissen möchten oder welche Teilbereiche Sie besonders interessieren.

Ich freue mich auf Ihr Feedback!

Sophie Hundertmark (sophie@hundertmark.ch)

Aboanbieter oder Freemium-Anbieter – Wie wäre es mal mit einem virtuellen Assistenten bzw. einem Chatbot

Ich bin zwar ein grosser Fan von Chatbots, aber ich kann dennoch nicht sagen, dass jedes Unternehmen einen Chatbot benötigt. Viel mehr gibt es Branchen, da lohnt sich ein virtueller Assistent bzw. Bot und anderen Unternehmen würde ich empfehlen ihr Budget in andere Massnahmen zu investieren.

Heute fokussiere ich mich auf die Anbieter von Abos oder Fremiumverträgen.
Hier empfehle ich unbedingt den Einsatz eines virtuellen Assistenten!

Das Bild zeigt eine klassische Vergleichstabelle von einem Abomodell.

Aber versteht das jeder? Wissen Sie zum Beispiel welche Länder hier zu “Westeuropa” zählen? Wann können Sie das Abo wieder kündigen? Und wo ist nun der Unterschied zwischen Highspeed Internet und 30 M/Bits Download.
Ein Kundenberater könnte Ihnen dies in nur wenigen Minuten erklären. Und ein Kundenberater könnte sogar den Kunden hinsichtlich seinen Ansprüchen beraten und ihn so vor einer Fehlentscheidung bewahren.

Viele Websites bauen auf der Seite der Preistabelle bereits einen Live-Chat ein, der sich zum Beispiel nur öffnet, wenn ein User X Sekunden mit der Maus auf der gleichen Stelle geblieben ist.

Ich empfehle an dieser Stelle einen virtuellen Assistenten einzusetzen. Warum?

Der Bot führt die User von Anfang an durch den Beratungsprozess und stellt alle Fragen, die nötig sind, um dem Website-Besucher das passende Angebot vorzuschlagen. Parallel dazu kann der User an jeder Stelle Fragen stellen und der virtuelle Assistent beantwortet diese automatisch.
Sie als Anbieter vermeiden dadurch, dass Ihre User in intransparenten Preistabellen verloren gehen. Gleichzeitig ersparen Sie Ihren UX-Designern das Erstellen einer möglichst userfreundlichen Preistabelle.
(Falls Sie dennoch nicht ganz auf die klassische 3-Säulen Darstellung verzichten wollen, können Sie diese ja trotzdem auf der Website lassen und zusätzlich den virtuellen Assistenten aufschalten.)

So und jetzt nochmal zusammen gefasst, warum empfehle ich Ihnen als Anbieter von Abos oder Freemium-Modellen einen digitalen Assistenten:

Die Benefits für Sie als Anbieter:
– Passende Kundenberatung von Anfang an – keine unzufriedenen Kunden, weil diese sich schlecht oder falsch beraten fühlen und das falsche Abo gewählt haben
– Kundenservice rund um die Uhr (24/7)
– Keine langen Usability-Tests für die Preis- und Feature-Tabelle

Die Benefits für Ihre Kunden:
– Individuelle und genaue Beratung
– Keine Fehlentscheidung bei der Wahl des Abos
– Keine offenen Fragen zu den einzelnen Angeboten
– Kein lästiges Lesen von FAQs und kleingedruckten AGBs

Ihre Investition
Natürlich kommt der virtuelle Assistent nicht automatisch auf Ihre Website.
Es braucht schon eine Investition Ihrerseits. Im Idealfall haben Sie bereits alle Informationen zu Abos, Preisen und Features in einer Datenbank. Wenn nicht, müssten Sie diese noch erstellen, aber das sollte nicht lange dauern.
Anschliessend starten Sie mit einem Kick-Off Workshop, in dem Sie definieren, welche Domains (Fragen und Bereiche) der Chatbot abdecken sollte. Stellen Sie auch mal die Customer Journey Ihrer typischen Kunden (gern auch mehrere Persona-Gruppen) dar und legen fest, wie der Chatbot die einzelnen Stages abbildet.
Dann entscheiden Sie sich für eine Software oder einen Anbieter, der Ihnen bei der Umsetzung Ihres Bots hilft.
(Fragen zu Entwicklungskosten möchte ich hier nicht offen legen, da diese je nach Umsetzung stark variieren können. Sie können mir aber gern eine Nachricht schreiben und ich versuche Ihnen eine Grobschätzung zu geben.)
Je nachdem, wie schnell Sie und Ihr Team oder Ihre Partner arbeiten, sollten Sie nach ca. 2 Monaten den ersten Bot online haben. Das heisst, wenn Sie sich beeilen, wird ihr virtueller Assistent noch bis Weihnachten fertig.

Hat Ihnen der Artikel gefallen oder fühlen Sie sich angesprochen und möchten nun auch einen digitalen Assistenten, der Ihre Kunden berät und die Unterschiede der einzelnen Abos erklärt?
Dann freue ich mich auf Ihre Nachrichten. Ich unterstütze Sie gern während des Workshops zur Definition des Chatbots oder in der Umsetzungsphase. ( sophie@hundertmark.ch )

Link-Tipp: Core-Story-Canvas

Ihr wollte eure Vision und/ oder Mission definieren?

Oder ihr seit mit den aktuellen Definitionen nicht mehr zufrieden?

 

Dann empfehle ich euch unbedingt das Core-Story-Canvas durchzuführen. Ihr findet es unter folgendem Link. Zum Link.

 

Es nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch, aber es lohnt sich ganz sicher!

Neue Mitarbeiter in Sozialen Netzwerken finden – Ja, es geht!

Wenn ich meine Freunde und Kollegen frage, wo sie ihren aktuellen Job gefunden haben, höre ich immer öfter „LinkedIn“. Und ja es stimmt, immer mehr Menschen finden ihren Traumjob in den Sozialen Medien.

Warum ist das so?
Auch wenn es etwas beängstigend ist, aber die Social Medias und Google kennen uns meist besser, als wir es gern hätten.
Dies zeigt sich bei der Suche nach einem passenden Kinofilm, einem neuen Kleidungsstück und eben auch bei der Jobsuche.
Die Sozialen Netzwerke kennen unsere Einstellungen, Vorlieben und sogar unsere Fähigkeiten. Da liegt es nahe, dass sie uns schnell und oft sehr treffend passende Jobs vorschlagen können.

Die meisten von uns sind ohnehin jeden Tag mehrere Stunden in den Social Medias unterwegs, also warum nicht auch direkt hier auf Jobsuche gehen? Anstatt stundenlang auf Corporate Websites zu suchen oder lange Jobplattformen zu durch suchen können wir auch direkt auf LinkedIn, Xing oder sogar Facebook einen passenden Job ausfindig machen

 

Doch was bedeutet dieses veränderte Suchverhalten für Sie als Arbeitgeber?

Sie müssen anfangen, sich ein vertrauenswürdiges und überzeugendes Profil in den Social Medias zu machen.
Damit meine ich nicht, dass Sie eine Seite mit Ihrem Unternehmensnamen und Ihrem Logo veröffentlichen sollen, sondern dass Sie sich umfangreich, wie Sie es auf Ihrer Website tun, präsentieren.

Schreiben Sie Ihre Werte und Visionen auf Ihr Profil. Veröffentlichen Sie regelmässig neue Mitteilungen und Updates von Ihrer Unternehmensseite.
Und ganz wichtig, vergessen Sie nicht, Ihre bestehenden Mitarbeiter zu motivieren mitzumachen. Jeder Mitarbeiter sollte Ihrem Unternehmensprofil folgen und als Mitarbeiter eingetragen sein. Relevante Unternehmens-Updates sollen auch von den einzelnen Mitarbeitern weiter geteilt werden.

Nutzen Sie auch die Tools zur Stellenausschreibung. LinkedIn und Xing bieten viele Möglichkeiten, um direkt Stellenausschreibungen auf den Plattformen zu präsentieren, entweder in Ihrem Profil oder sogar in einzelnen Gruppen.
ABER Achtung: Ich habe gerade wieder erlebt, dass ein Sales-Mitarbeiter einer bekannten Social-Media Plattform einem Kunden ein zusätzliches Werbebudget für CHF 50.000 empfohlen hat. Überlegen Sie sich 2 mal, ob Sie wirklich so viel Budget in die Findung neuer Mitarbeiter investieren wollen, wenn es vielleicht auch ohne geht.

Weiter sollten Sie überlegen, auf welcher Plattform Sie als Arbeitgeber aktiv sein wollen? In den meisten Fällen empfiehlt es sich auf mindestens 2 Plattformen aktiv zu sein. Denken Sie darüber nach, wo Ihre Zielgruppe ist.
Suchen Sie zum Beispiel neue Mitarbeiter in der Pflege, könnten Instagram und Facebook für Sie das richtige sein. Suchen Sie eher Management-Personen, bietet LinkedIn oder auch Xing optimale Möglichkeiten.

 

Pull oder Push?
Ihr Ziel sollte Pull sein. Das heisst, im Idealfall kommen potentielle Bewerber auf Sie zu. Falls dies jedoch nicht der Fall ist, steigen Sie auf die Push-Strategie um. Suchen Sie im LinkedIn oder Xing nach Kandidaten, die zu Ihrem Unternehmen passen. Sie können sehr genau nach Branche, Ausbildung oder Erfahrung filtern und so potentielle neue Mitarbeiter finden. Anschliessend schreiben Sie die interessanten Leute an und erzählen Ihnen von Ihrem Anliegen. Nehmen Sie dazu das Profil derjenigen Person, die schlussendlich auch für den Recruiting-Prozess zuständig ist.

 

Und nun?
Zögern Sie nicht lange, sondern starten Sie Ihr Arbeitgeber Profil zu optimieren!
Wenn Sie jetzt diesen Artikel gelesen haben, aber noch eine Starthilfe benötigen, melden Sie sich gern bei mir sophie@hundertmark.ch .

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Warum jeder sein LinkedIn Profil pflegen sollte

Privat nutzen wir Facebook, beruflich nutzen wir LinkedIn. Diese Annahme stimmt zumindest für die Schweiz. In Deutschland wird anstelle von LinkedIn noch viel Xing genutzt, die Vorteile sind jedoch ähnlich.

Warum ich LinkedIn für so wichtig erachte und warum ich der Meinung bin, dass es in einigen Fällen die klassischen E-Mails ersetzt, erläutere ich Ihnen im folgenden Artikel.

1. Passende Ansprechpartner über LinkedIn finden und erreichen
Oft suchen wir eine bestimmt Person bzw. Funktion im Unternehmen, um mit ihr über unser Anliegen zu reden. Gehen wir dann auf die Unternehmens-Website, finden wir in der Regel nur die info@-Adresse oder allenfalls noch den Namen des Geschäftsführers.
Auf LinkedIn können wir dagegen über die Suchfunktion schnell und einfach die passende Ansprechperson finden und kontaktieren.

2. Auf LinkedIn kann ich schnell und übersichtlich meinen CV abbilden
Egal, ob ich mich bewerben will oder mich bei einem möglichen Geschäftspartner vorstellen will, in LinkedIn ist mein CV abgebildet. Wenn ich mich per E-Mail vorstellen will, wirkt dies meist sehr lang oder unvollständig. Im LinkedIn dagegen kann ich direkt auf die Vorstellung in der Nachricht verzichten, denn mein Gegenüber kann jederzeit mein Profil besuchen. Hier habe ich die Möglichkeiten alle Informationen über Ausbildung, Berufserfahrung, Kenntnisse etc. zu erfassen und kann diese sogar von anderen bestätigen lassen.

3. Einfaches Tracking über LinkedIn
Unabhängig davon, ob Sie einen Premium-Account haben oder nicht, Sie können im LinkedIn sehen, wer Ihr Profil besucht hat, wer Ihre Artikel gelesen hat oder Ihre Beiträge gelikt hat. So sehen Sie, wer sich für Sie „interessiert“ und können diese Kontakte sogar proaktiv angehen.

4. Eigene Reichweite steigern
Wenn Sie selbst Artikel schreiben, dann können Sie diese direkt in LinkedIn veröffentlichen und erreichen damit automatisch eine Vielzahl an interessierten Lesern. Während Sie bei einem eigenen Blog zunächst die Zahl Ihrer Follower erhöhen müssen, können Sie bei LinkedIn auf die bestehenden Kontakte zurück greifen.

5. Wissen, was die anderen machen
Lesen Sie regelmässig den LinkedIn Feed und erfahren Sie so welche Kontakte vielleicht den Job oder die Position gewechselt haben. Zudem sehen Sie anhand der Beiträge, die Ihre Kontakte teilen, für was sie sich interessieren. So finden Sie direkt ein gemeinsames Gesprächsthema für eine mögliche erste Konversation.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt welche Möglichkeiten Ihnen LinkedIn bietet. Mehr Informationen zu den Vorteilen von LinkedIn und dem Umgang mit diesem Medium erzähle ich Ihnen in meinem 2-Stunden LinkedIn Workshop.

Es handelt sich dabei um individuelle Workshops – genau auf Sie zugeschnitten. Nachdem ich mehr über Sie, Ihre Erfahrungen und Ziele erfahren habe, bereits ich ein individuelles Workshop-Programm für Sie vor. Für den Workshop komme ich gern zu Ihnen (Raum Zürich und Umgebung) und wir verabreden uns via Skype.

Alle Infos zum Workshop

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